Wie Trainerwechsel Karrieren im Tennis beeinflussen

Milos Raonic

Der Kanadier, der in den letzten Jahren immer wieder von Verletzungsproblemen geplagt wurde, wechselte viermal den Trainer, um wieder an die glanzvollen Zeiten zu Beginn seiner Karriere anzuknüpfen: Jonas Björkman, John McEnroe, Goran Ivanisevic und Fabrice Santoro. Wegen anhalten Verletzungsproblemen blieb der Erfolg allerdings weiterhin aus.

Dominic Thiem

Auch der Österreicher hatte wie Raonic mit Verletzungen zu kämpfen und setzte auf Trainerwechsel, um seiner Karriere nochmal einen Kick zu geben: Günter Bresnik, Nicolas Massu und Benjamin Ebrahimzadeh. Unter Massu gewann er seinen Grand Slam Titel und unter Ebrahimzadeh arbeitete er sich nach seiner schweren Verletzung zurück auf Weltklasseniveau.

Stefanos Tsitsipas

Der griechische Topspieler wechselte in den letzten Monaten bereits vier mal seinen Trainer aus: Nachdem er es jahrelang mit seinem Vater versucht hat, wechselte er zu Dimitris Chatzinikolaou, um, nachdem die Top-Resultate ausgeblieben sind, wieder zu seinem Vater und anschließend zum ehemaligen Wimbledon-Sieger Goran Ivanisevic zu wechseln. Ivanisevic attestierte ihm zuletzt fehlende Trainingsmoral. Ob es ihm gelingt Tsitsipas zurück in die absolute Weltspitze zu führen, wird sich zeigen.

Denis Shapovalov

Der Kanadier, der schon länger auf der Suche nach seiner alten Topform ist, wechselte bereits sechsmal den Coach: Er startete mit seiner Mutter Tessa, wechselte zu Martin Laurendeau, Rob Steckley, Adriano Fuorivia, Mikhail Youzhny, Jamie Delgado, Peter Polansky, hin zu seinem jetzigen Coach Janko Tipsarevic.

Alexander Zverev

Zverev wechselte besonders in der Anfangszeit seiner Karriere häufig den Coach. Nachdem er zu Beginn mit seinen Eltern als Coach zusammenarbeitete, wechselte er zu Juan Carlos Ferrero, der ihm fehlende Disziplin vorwarf. Nach Ivan Lendl wechselte er zu David Ferrer, um danach wieder seinen Vater als Trainer an Bord zu holen. Mittlerweile ist auch sein Bruder Mischa mit im Team.

Grigor Dimitrov

Der talentierte Bulgare wechselte wie Shapovalov bereits sechsmal den Coach. Zuerst setzte er auf seinen Vater, danach wechselte er zum mittlerweile verstorbenen Peter Lundgren, es folgten Peter McNamara, Patrick Mouratoglou, Roger Rasheed, Franco Davín, Dani Vallverdú, Dante Bottini und die anschließende Rückkehr zu Vallverdú.

Holger Rune

Der talentierte Däne wechselte in seiner noch jungen Karriere am häufigsten den Coach. Nach seinem Jugendcoach Lars Christensen setzte er auf Patrick Mouratoglou, Boris Becker, Severin Lüthi , seine Mutter, um dann wieder zu seinem Jugendcoach zurückzukehren.

Veröffentlicht von Leon Paul Späthling

Leon Paul Späthling, 1995 in Bayreuth born, lives in Berlin.